
Schnell laden vor der Haustür
Mit einem Ladepark für Elektroautos im neu entstehenden Wohnquartier Olympisches Dorf in Elstal, im westlichen Umland Berlins, baut die EMB Energie Brandenburg ihre Mobilitätsdienstleistungen aus.
Elektroautos setzen sich langsamer durch als erwartet, haben aber durchaus ihre angenehmen Seiten. E-Mobile können zum Beispiel auch im Wohnumfeld geladen werden; bequem an der Wallbox in der Garage oder an der Ladesäule auf dem Parkplatz vor der Haustür. So im neuen in Elstal, westlich von Berlin, wo die EMB Energie Brandenburg GmbH sechs Schnellladesäulen (50 kW) mit jeweils zwei Ladepunkten für künftige Bewohnerinnen und Bewohner aufgebaut hat. „Wohnquartier Olympisches Dorf“
Dieser erste Schnelllade-Park des Energiedienstleisters an einem geschichtsträchtigen Ort sei „ein Meilenstein für unsere Mobilitätslösungen, weil wir damit unsere Leistungsfähigkeit im Bereich der Elektromobilität beweisen”, erklärte EMB-Geschäftsführer Dr. Jens Horn anlässlich der Übergabe an die Gemeinde Wustermark am 25. Februar. Die Integration von Ladeinfrastruktur in Wohnquartiere sei ein wichtiger Schritt in Richtung alltagstauglicher Nutzung von Elektroautos.

Das ehemalige Olympische Dorf für die Spiele von 1936 in der heute zu Wustermark zählenden Ortschaft Elstal hat eine bewegte Geschichte. Zu DDR-Zeiten wurde es von der sowjetischen Roten Armee genutzt. Danach lange dem Verfall preisgegeben, wird es seit einigen Jahren saniert und zum Wohn- und Gewerbequartier umgestaltet. Einige in der Bausubstanz erhaltene Gebäude des denkmalgeschützten ehemaligen Sportlerdorfes, wie das „Speisehaus der Nationen“, sind schon umgebaut und bewohnt.
Platz für Neubauten im Olympischen Dorf
Bei der Quartiersentwicklung spielten Mobilitätsangebote und die dafür nötige Infrastruktur eine wichtige Rolle, erklärt Buwog-Geschäftsführerin Eva Weiß. „Durch die Schnellladesäulen können Bewohnerinnen und Bewohner ihre Fahrzeuge bequem und sicher aufladen, ohne auf weit entfernte Ladepunkte angewiesen zu sein.“
Mit Ladeinfrastruktur im Wohnumfeld werde einem immer drängenderen Bedarf Rechnung getragen, heißt es bei EMB: Öffentliche Schnellladesäulen würden nämlich nicht nur an Autobahnen oder auf Parkplätzen vor Einkaufszentren gebraucht, sondern auch direkt vor der Haustür.
Die zwölf neuen Ladepunkte in Elstal seien zudem ein verlässliches und leicht zu erreichendes Angebot – auch für Pendlerinnen und Pendler, die auf der nahen Bundesstraße B5 oder auf dem westlichen Berliner Autobahnring unterwegs sind.
Mit dem Schnelllade-Park in Elstal unterstreicht die EMB ihren Anspruch als führender Mobilitätsdienstleister in Brandenburg. Das Unternehmen betreibt in märkischen Städten und Gemeinden insgesamt 58 Ladesäulen mit über 130 Ladepunkten. Es zählt damit zu den fünf wichtigsten Betreibern solcher Infrastruktur im Land und ist darüber hinaus die Nummer eins unter Anbietern mit Firmensitz in Brandenburg.
Elektromobilität soll attraktiver werden
Das Angebot ziele auch darauf ab, Elektro-Mobilität attraktiv zu machen und eine Basis für die Verkehrswende zu schaffen, so das Unternehmen. Um eine annähernd CO2-freie Mobilität zu ermöglichen, werden sämtliche EMB-Ladesäulen ausschließlich mit erneuerbarem Strom aus Wasserkraft beliefert.
Das öffentliche Ladenetz für Elektroautos wächst in Brandenburg kontinuierlich; von etwa 3.000 auf knapp 4.000 Ladepunkte im Lauf des vergangenen Jahres. Auf der Deutschlandkarte der fanden sich zum 1. Dezember 2024 im gesamten Bundesland 3.814 Ladepunkte; davon 1032 Schnellladepunkte. Bundesnetzagentur
Die seit Dezember amtierende brandenburgische Landesregierung will den Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur weiter unterstützen, sowohl innerorts als auch entlang von Autobahnen. „Sie wird dazu geeignete landeseigene Flächen für den Bau von Ladesäulen zur Verfügung stellen“, heißt es dazu im Koalitionsvertrag von SPD und BSW.
Laut einer Erhebung des kamen Mitte letzten Jahres bundesweit betrachtet 17 Elektroautos auf einen öffentlichen Ladepunkt. Brandenburg schnitt mit 14 E-Mobilen, die sich rechnerisch einen Ladepunkt zu teilen hatten, etwas besser ab. Auf einen Schnellladepunkt kamen 57 Elektroautos, bundesweit waren es 82. Das Ladeangebot sei 2024 in allen Bundesländern größer gewesen als ein Jahr davor, so der Verband. Autoindustrieverbandes VDA
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Jens Teich
Referent Kommunen