Bürgermeisterstammtisch EMB: Teilnehmende sitzen im Konferenzraum und hören zu.

Optionen für klimaverträgliche Wärme

Beim ersten Bürgermeisterstammtisch der EMB im Landkreis Oberhavel stand die Transformation der Wärmeversorgung in brandenburgischen Kommunen im Zentrum der Diskussionen.

Kommunale Wärmeplanung soll in Deutschland eine klimaverträgliche Wärmeversorgung auf den Weg bringen. Zahlreiche Städte und Gemeinden haben schon damit begonnen – alle stehen bei der Wärmeplanung und der anschließenden Umsetzung grüner Wärmelösungen vor herausfordernden Aufgaben.

Die EMB Energie Brandenburg bietet Kommunen in ihren Grundversorgungsgebieten fachgerechte Unterstützung für diese Aufgaben an. „Wir sehen uns als Partner der Kommunen für die Transformation der Wärmeversorgung“, bekräftigt Dr. Jens Horn. „Für die Entwicklung nachhaltiger und effizienter Lösungen ist es entscheidend, sich über innovative Ansätze und bewährte Praktiken auszutauschen“, so der EMB-Geschäftsführer.

Zu einem solchen Erfahrungsaustausch hatte das Unternehmen gut 20 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Landkreis Oberhavel für den 19. März in das Schloss und Gut Liebenberg eingeladen. Auf dem Programm des ersten EMB Bürgermeisterstammtisches im Westbrandenburger Versorgungsgebiet standen Fachvorträge zur Geothermie, zur Wärmeversorgung öffentlicher Gebäude, zur Wärme-light-Planung und zur Nutzung der Gasnetze für grüne Gase. Auch für Diskussionen und Netzwerken blieb ausreichend Zeit.

Referent trägt beim ersten Bürgermeisterstammtisch der EMB Energie Brandenburg im Landkreis Oberhavel am 19. März 2025 vor.
EMB-Geschäftsführer Dr. Jens Horn und die Referierenden informierten die brandenburgischen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister über kommunale Wärmeplanung und klimaverträgliche Versorgungskonzepte. Foto: EMB Energie Brandenburg

Wärme-light-Planung als besonderer Service

Dr. Horn stellte den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern das Angebot Wärme-light-Planung vor. Die EMB erstellt für die Kommunen auf Basis des von ihr genutzten Tools und weiterer Informationen individuelle Wärme-light-Planungen mit:

  • Überblick über den Wärmemarkt in Brandenburg
  • Strukturdaten der jeweiligen Kommune
  • Bestandsaufnahme zur örtlichen Wärmeversorgung
  • Potenzialanalyse zum Angebot grüner Wärme.

Die EMB unterstützt mit der Wärme-light-Planung Kommunen bei deren verpflichtender Wärmeplanung und verschafft mit den Ergebnissen eine Zuarbeit und Diskussionsbasis. „Nur gemeinsam erreichen wir das Ziel, bis 2045 klimaneutral zu werden“, sagte Dr. Horn.

Über relativ konkrete Überlegungen für grüne Wärme in Gransee berichtete Jennifer Lemke, Projektleiterin Energie- und Wärmekonzepte bei EMB. In der Stadt sollen ein stillgelegtes und ein bereits genutztes Wärmenetz reaktiviert und ausgebaut werden. Dabei könnte gegebenenfalls Wärme aus einem Tiefengeothermie-Vorkommen eingespeist werden. Bisher sei Geothermie für Gransee jedoch nur eine Idee, deren technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit noch geprüft werden müsse, so Lemke.

Bis zu 900 Anschlüsse an ein erweitertes kommunales Wärmenetz könnten möglich sein. 2028 könnte es losgehen. Die Projektleiterin berichtete auch über das Kommunikationskonzept, mit dem alle Beteiligten und Betroffenen vor Ort in das Projekt eingebunden werden sollen. „Gelungene Kommunikation ist der Schlüssel zur Verankerung des Projekts in der Gemeinde“, sagte sie.

Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sitzen beim Stammtisch der EMB Energie Brandenburg um einen Konferenztisch und hören den Vorträgen zu.
Die Transformation der Wärmeversorgung vorantreiben: Rund 20 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Landkreis Oberhavel tauschten sich am 19. März 2025 beim EMB Bürgermeisterstammtisch auf Schloss Liebenberg aus. Foto: EMB Energie Brandenburg

Um Optionen für klimaneutrale Wärme in Kremmen ging es bei der Präsentation von Manuel Toplak, Projektleiter Energielösungen, Wärme und Ladeinfrastruktur bei EMB. In Kremmen sind die Expertinnen und Experten der EMB auf der Suche nach einer klimaverträglichen Wärmelösung für die Grund- und Oberschule der Stadt, die Stadtparkhalle sowie einige Platten-Mehrfamilienhäuser.

Ein Wärmenetz soll die Gebäude mit Heizenergie versorgen. Wärmegewinnung aus einem Erdsondenfeld komme nicht in Frage, weil der damit erreichbare Wärmepreis zu hoch wäre, berichtete Toplak. Nun sollen die Optionen Wärmepumpe und PVT-Module, die Photovoltaik und Solarthermie kombinieren, untersucht werden.

Wärmelösung mit Blick auf lokale Gegebenheiten

Es gebe nicht die eine Lösung für die kommunale Wärmeplanung, so der EMB-Experte. Stets müssten Gegebenheiten vor Ort, gesetzliche Anforderungen sowie Möglichkeiten der Gemeinde berücksichtigt werden, um eine nachhaltige, wirtschaftliche und für die Bürgerinnen und Bürger bezahlbare Wärmeversorgung zu gewährleisten.

Über moderne Instandhaltungsmethoden und die Rolle der Gasnetze für die kommunale Wärmeplanung berichteten Maik Wortmeier, Vorsitzender der Geschäftsführung und Andreas Winkmann, Leiter Konzessionsmanagement der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg. „Die Gasnetze in Brandenburg könnten problemlos grüne Gase wie Biomethan oder Wasserstoff transportieren“, stellten sie klar.

Eine vorhandene und funktionsfähige Infrastruktur sollte möglichst weiter genutzt werden. „Wir plädieren entschieden dafür, in die Überlegungen für eine klimaverträgliche Wärmeversorgung auch grüne Gase einzubeziehen“, so Winkmann weiter. Das sieht man bei NBB genauso wie bei EMB.

Bei EMB bewertet man den ersten Bürgermeisterstammtisch im Havelland als Erfolg, berichtet Jens Teich, Referent Kommunen und Organisator der Veranstaltung. Die regen Diskussionen und der konstruktive fachliche Austausch auf Schloss Liebenberg hätten gezeigt, dass das Unternehmen als kompetenter Ansprechpartner zum Thema kommunale Wärmewende wahrgenommen werde. Weitere Stammtische für die Leitungsebene in brandenburgischen Rathäusern seien vorgesehen.

Intensiver Austausch mit Kommunen

Auch in ihrem südöstlichen Verbreitungsgebiet bleibt die EMB Energie Brandenburg mit den Verwaltungsspitzen ihrer Konzessionsgemeinden intensiv im Gespräch. Für die nächsten Monate sind mehrere kommunale Stammtische terminiert:

  • Am 8. Mai 2025 sind Amtsdirektorinnen, Amtsdirektoren, Bürgermeisterinnen, Bürgermeister, Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher von Konzessionsgemeinden aus der Region Elsterwerda nach Falkenberg eingeladen.
  • Der kommunale Stammtisch für die Vertriebsbereiche Cottbus und Lauta tagt am 21. Mai 2025 in Cottbus.

EMB wird bei den Stammtischen über ihr Unterstützungsangebot zur Wärmeplanung und aktuelle Projekte informieren.

  • Das von EMB ausgerichtete Bürgermeisterspiel auf dem Trainingsgelände des FC Energie Cottbus, dessen Erlös dem Nachwuchs des Vereins zugutekommt, steigt in diesem Jahr bereits am 29. März.

Ihr Kontakt

Jens Teich trägt ein dunkles Sakko und helles Hemd und schaut freundlich in die Kamera.

Jens Teich

Referent Kommunen